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Stockkampf, Tanz- und Theaterpädagogik

 Leitung: Jürgen Mack und Pia André

Der 18-stündige Grundkurs wird einem breitem Teilnehmerkreis im Rahmen des Lehrangebotes zum „Interdisziplinären Lehren und Lernen“ angeboten. Teilnehmen können maximal 48 Personen, darunter auch Lehrbeauftragte am Seminar. Dieser Grundkurs wird Seit dem Jahr 2000 jährlich angeboten und evaluiert.  Insgesamt haben bislang mehr als 200 Personen teilgenommen.

Im halbtägigen Wechsel belegen alle Teilnehmer die Bereiche Neuer Tanz und Stockkampf und Theaterpädagogik. Die Tanzpädagogin Pia André leitet den Tanz- und Stockkampfpart, Jürgen Mack den theaterpädagogischen Teil. Inhaltlich geht es um eine elementare Auseinandersetzung mit Gewalt- und Aggressionserfahrungen in der Schule.

Das Theater beschäftigt sich dabei mit Gefühlen, Körperwahrnehmungen, offenen und versteckten Aggressionen,


mit gestörter Kommunikation, Macht und Ohnmacht in Interaktionen, mit Sprache, Körpersprache, Status und Habitus. Welche Wirkungen haben Bilder und Statik?

Stockkampf und neuer Tanz führen zu persönlichem Aggressionserfahrungen. Welche Kraft steckt in mir und in meinen Bewegungen, wie fühle ich mich als Täter, Opfer oder Zuschauer?

„Wenn ich wirklich hinschaue beim Schlagen, ist es sehr schwer, noch wirklich zu schlagen. Jeder Mensch hat die Fähigkeit zur Aggression, sonst könnten wir nicht überleben. Diese Arbeit gibt die Möglichkeit, diese Aggression zu kanalisieren, ihnen eine Richtung zu geben, die nicht zerstörerisch ist. Aggression passiert oft unkontrolliert. „Augen zu und drauf!“ Wenn ich mir bewusst mache, was ich tue, kann ich lernen, Aggression zu kontrollieren. (kontrolliere ich die Aggression und nicht sie mich) Um mit Aggression umgehen zu lernen, muss ich sie anschauen, statt sie zu tabuisieren. Dadurch verliere ich die Angst davor, lerne sie zu kanalisieren, so dass sie weniger zerstörerisch ist. (Pia André)

 


 

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