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nichts passiert - ein Stück Schule

Erster theaterpädagogischer Ausbildungsgang

Eine Eigenproduktion der ersten theaterpädagogischen Ausbildungsgruppe am Seminar für schulpraktische Ausbildung in Meckenbeuren-Kehlen

Regie: Jürgen Mack

Choreographie: Pia André

Seit vier Jahren bietet das Seminar für schulpraktische Ausbildung in Meckenbeuren interessierten Referendaren einen Grundkurs Tanz- und Theaterpädagogik an.

In Zusammenarbeit mit dem Förderverein THEATERTAGE AM SEE, dem Landesinstitut für Erziehung und Unterricht und dem Bund Deutscher Amateurtheater wurde im Sommer 2001 am Seminar für schulpraktische Ausbildung (GHS) in Meckenbeuren-Kehlen ein theaterpädagogischer Ausbildungsgang zum Spielleiter/ zur Spielleiterin gestartet. 10 angehende Lehrerinnen und Lehrer, 3 junge Lehrerinnen aus den Bezirken der Seminare Meckenbeuren und Albstadt und eine Diplompädagogin aus Konstanz haben unter der Leitung des Theaterlehrers Jürgen Mack den Ausbildungsgang, der auf 200 Stunden konzipiert ist, zusätzlich im Rahmen ihres Vorbereitungsdienstes absolviert. Neben der kontinuierlichen Arbeit mit den Projektleitern waren 5 Wochenendseminare mit externen Theaterpädagogen ein wichtiges Bestandteil der Ausbildung. Pia André aus Mainz, die auch für den choregraphischen und tänzerischen Teil des Projektes verantwortlich zeichnete, lehrte „Neuen Tanz“ und „Stockkampf“, Doris Merz aus Florenz arbeitete am „inneren Raum des Schauspielers“; Helga Kröplin und Werner Jauch aus Tübingen intensivierten die Erfahrungen im Bereich „Atem, Stimme, Sprache, Rhythmus, Spiel“ . Darüber hinaus belegten alle TeilnehmerInnen Kurse nach eigener Wahl bei den 18. THEATERTAGEN AM SEE
Das Ziel dabei: künftige Lehrerinnen und Lehrer im theaterpädagogischen Bereich zu qualifizieren, um selbst Schul- und Jugendtheatergruppen leiten zu können. Vermittelt wurden Grundlagen, Methoden und Techniken der Schauspielkunst, des Neuen Tanzes, der Dramaturgie und Regie. Am Ende stand eine abendfüllende Eigenproduktion zum Themenkomplex Schule. Inhaltlich ging es um den Versuch, die Gewaltproblematik in den Schulen mit den Mitteln des Theaters zu erfassen und sich auf diesem Weg mit Herausforderungen in pädagogischen Berufen auseinander zu setzen und entsprechende Kompetenzen anzueignen.

Ausgangspunkt des Stückes ist ein Presseartikel aus der Zeit vom 19.2.1999, S.19: „Und dann hängten sie den Viktor auf“ über einen Vorfall an einer Berliner Schule, bei dem ein Schüler von einigen Mitschülern beinahe erdrosselt wurde.

„Nichts passiert“ fragt nach den Konsequenzen aus dem "Vorfall": Wie gehen die Mitschüler, die Lehrer, die Eltern mit diesem Ereignis um? Wie gestalten die Täter und ihr Umfeld ihren Alltag nach dieser Tat? Welche Perspektiven tun sich auf? Ändert sich etwas? Wodurch unterscheidet sich Theater und Wirklichkeit? Was will Theater, was kann Theater?

Förderer des Projektes

  • BUND DEUTSCHER AMATEURTHEATER aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Gesamtprojektes "Mutproben- Jugend gegen Gewalt und Rechtsextremismus"
  • dem Förderverein THEATERTAGE AM SEE FRIEDRICHSHAFEN e.V.
  • Herrn Groß, dem Leiter des Seminars für schulpraktische Ausbildung Meckenbeuren
  • dem Landesinstitut für Erziehung und Unterricht in Stuttgart
  • den Oberschwäbische Asphaltwerken Meckenbeuren

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