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nicht wirklich Schule oder die Kunst der Komödie

2. theaterpädagogischer Ausbildungsgang

Wir blicken in die Zukunft, nicht weit, nur ein paar Jährchen und begegnen Menschen, die alle mit Schule beschäftigt sind. Die Entwicklungen im Bildungsbereich hinterlassen Spuren. Ein neuer Schulleiter tritt seinen Dienst an, ein Signal der Hoffnung und des Aufbruchs. Alle haben Erwartungen an den Neuen: die Kolleginnen, (Männer sind inzwischen eine Rarität im Schulleben), die Eltern, das Seminar, der Bürgermeister, die Schulbehörde und nicht zuletzt der Neue auch an sich selbst. Dabei sind die finanziellen Ressourcen nach wie vor äußerst knapp. Dennoch ist es eine Geburtsstunde, eine Chance, die Rollen neu zu verteilen. Eine Theaterlehrerin wittert ihre Chance und will die Gunst der Stunde nutzen. Das Schultheater wird zum Kristallisationspunkt einer Auseinandersetzung mit der Frage, "Wie wirklich ist die Wirklichkeit?".

Ausgangspunkt der Arbeit in diesem II. Ausbildungskurses war das Stück "Die Kunst der Komödie" des italienischen Autors Eduardo di Filippo. In einem Akt "handlungs- und produktionsorientierter Auseinandersetzung" mit einer literarischen Vorlage entstand ein völlig neues Theaterstück. Die Arbeitsmethoden dabei waren auch in diesem Kurs Mittel der szenischen Improvisation und des Neuen Tanzes, verbunden einer intensiven Körperarbeit.

Nach dem großen Erfolg von "nichts passiert" im letzten Jahr gibt es erneut ein "Stück Schule"; nach der Tragödie nun der Versuch einer Annäherung an die Institution mit den Mitteln der Komödie.

18 Lehrerinnen und Lehrer haben sich im Herbst 2002 auf diesen Ausbildungsweg gemacht. Die Altersspanne reicht von 24 bis 61 Jahren. Die meisten kommen aus dem Bereich der Grund- und Hauptschulen, dazu kommen noch Kollegen aus Real- und Sonderschule.

Träger des Theaterpädagogischen Ausbildungsganges:

  • Seminar für schulpraktische Ausbildung in Meckenbeuren
  • Förderverein THEATERTAGEAM SEE Friedrichshafen e.V.

Weitere Unterstützung durch:

  • Werner Jauch, Landesschultheaterreferent beim Landesinstitut für Erziehung und Unterricht (LEU)
  • Kulturkreis Meckenbeuren

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